Mit zwei Siegen in die Saison

(mr) Seit September hat uns der „reguläre“ Spielbetrieb in den Tischtennisligen der Kreisverbände wieder. Das ist eine gute Nachricht. Die Teilnahme richtet sich nach dem 3G-Prinzip – spielberechtigt sind nach angepassten Regelungen des STTV also geimpfte, genesene bzw. im Rahmen dieser Regularien gültig getestete Spieler. Gut ist, dass es eine glasklare Regelung und keinerlei Ermessensspielraum gibt. So ist jedem Spieler klar, was für eine Teilnahme an Punktspielen notwendig ist. Das funktionierte in den ersten beiden Partien auch vollkommen problemlos. Alle sind froh, dass wir wieder spielen dürfen!

SG Vielau 07 3 – Blau-Weiß Gersdorf 1 2:13

(12.09.2021) Schon im ersten Spiel zeigte sich, dass der Unterschied zwischen Bezirksklasse und Westsachsenliga recht groß sein kann. Sicher wird das in den Spitzenspielen eine andere Nummer – hier ging es aber, trotz zum Teil erheblichem Trainingsrückstand – doch recht einfach von der Hand. In den entscheidenden Momenten konnten die Blau-Weißen immer noch ein wenig zulegen und so erzielten die Gastgeber erst bei Stand von 0:11 ihren ersten Zähler. Am Ende kam dann noch einer hinzu, was an der Deutlichkeit des Ergebnisses aber nicht viel änderte. Ein glatter, ungefährdeter Sieg zum Auftakt. Abgehakt!

Unsere Spieler: Mirko (2,5 Punkte), Marcel (2,5) – Jens (1,5), Uwe (2,5) – Patrick (1,5), Norman (2,5)

Blau-Weiß Gersdorf 1 – ESV Lok Zwickau 3 10:5

(10.10.2021) Im zweiten Spiel wurde es dann schon ein wenig knapper. Mit Benny Rothert trat für Lok 3 der punktstärkste Spieler dieser Liga an; und er wurde seiner Favoritenrolle mit zwei Einzel- und einem Doppelerfolg am Ende auch gerecht. Hingegen fehlte eine Nummer 6 bei den Gästen heute vollkommen, was drei kampflose Punkte für uns bedeutete. Hinzu kamen für die Gäste noch ein kampfloser Punkt aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen von Uwe sowie im letzten Spiel des Tages, in dem sich Patrick gegen Mayer auch ein wenig selbst schlug. Alles andere waren doch weitestgehend klare Spiele. Es gab am Ende gar überhaupt kein Fünfsatzspiel. So war die Partie nach nur zwei Stunden auch schon wieder beendet.

Unsere Spieler: Mirko (1,5 Punkte), Marcel (1) – Jens (2,5), Uwe (1,5) – Patrick (1), Norman (2,5)

Fazit: In den beiden Spielen waren wir über weite Strecken überlegen. Am Ende gab es die Maximalausbeute in Höhe von vier Punkten. Das wichtigste aber ist, dass wir so langsam wieder Fahrt aufnehmen, wieder in einen regulären Spielbetrieb kommen können, nachdem uns die letzten beiden Spielzeiten quasi ausgefallen sind. Elf Punktspiele in 24 Monaten – da kommt einfach nie ein Rhythmus zustande und eine lange trainingslose Zeit ist auch absolut kontraproduktiv in Bezug auf das Teambuilding. Von daher sind wohl alle froh, einfach wieder zu spielen.

Ausblick: Schon kommende Woche geht es auswärts in Stenn gegen deren Dritte. Das könnte schon ein wenig härter werden. Einschätzen kann man die Mannschaften nach so langer Zeit aber nicht wirklich. Daher lassen wir uns einfach mal überraschen.

Hoffnung auf die neue Saison

In wenigen Wochen wird die neue Saison beginnen. Wird es nach der Vor-Corona-Saison 2018/19 nach einer abgebrochenen und eine komplett annullierten Spielzeit wieder eine vollständige werden? Die Hoffnung lebt; nicht zuletzt aufgrund der nun für alle möglichen Impfungen.

Wir haben erneut zwei Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet, auch wenn es knapp und „auf Kante genäht“ zu sein scheint. Gerade einmal 13 Spieler stehen noch auf unserem Meldebogen.

Die Schrumpfung hat weniger mit Corona, sondern vielmehr mit der „Überalterung“ unserer Abteilung zu tun. Ein Phänomen, welches wir aber nicht exklusiv haben, sondern viele (Tischtennis-)Vereine in der Umgebung betrifft. Neben persönlichen Umplanungen, gesundheitlichen Problemen und allerlei anderen Gründen ist es vor allem der Mangel an Nachwuchs – auch aufgrund der Hinwendung zu anderen Sportarten und Freizeitaktivitäten. Und die wenigen, die wollen – denen kann man keine verlässlichen Bezugspersonen, sprich Trainer, anbieten. Das ist häufig ein Problem der Motivation dieser Übungsleiter. Denn die Nachwuchsleistungszentren tun ihr Übriges. Ist einer „gut“? Dann wechselt er zu Folgesaison schon den Verein: Bessere Trainingsmöglichkeiten! Wie sollen die „kleinen“ Vereine neben den Platzhirschen überleben? Darauf gibt es derzeit keine Antwort.

So greift die erste Herrenmannschaft zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf Kreismaßstab ins Geschehen ein. Die Westsachsenliga entspricht unserem derzeitigen Leistungsvermögen wohl eher als die Bezirksklasse, in der wir viele Jahre unser „Zuhause“ hatten. Man darf gespannt sein, wie sich die Saison für uns und alle anderen Mannschaften entwickeln wird.

DIe zweite Mannschaft tritt in der Staffel Ost der 1. Kreisklasse des Kreisverbands Zwickau an. Eine Staffel mit sechs Mannschaften. Welcher Modus gespielt wird, ist – Stand heute – noch unklar. Immerhin gibt es die Kreisklasse noch. Auch hier wird man sich auf Sicht etwas einfallen lassen müssen. Mit den derzeitigen Systemen wird es schwierig, sich dauerhaft gegen andere Sportarten zu behaupten.

Spielbetrieb ausgesetzt

Der Deutsche Tischtennis-Bund und der Sächsische Tischtennis-Verband setzen den Spielbetrieb wegen der Ausbreitung des Coronavirus mit sofortiger Wirkung bis zunächst einschließlich 17. April aus.

Zunächst hat dies das DTTB-Präsidium in einer Telefonkonferenz am Freitagmorgen einstimmig beschlossen. Die Aussetzung gilt für den kompletten Individual- und Mannschaftsspielbetrieb in Verantwortung des DTTB.

Dieser Aussetzung des Spielbetriebes haben sich bundeseinheitlich alle Mittgliedsverbände angeschlossen. Somit gilt diese Festlegung auch für den kompletten Individual- und Mannschaftsspielbetrieb in Verantwortung des Sächsischen Tischtennis-Verbandes, seiner Bezirks-, Stadt- und Kreisfachverbände.

Diese Festlegungen gelten auch für die in dem Zeitraum stattfindenen Traineraus- und weiterbildungen.

Thomas Neubert
Präsident des STTV